Sonntag, 4. Januar 2009

Genthin - am Beginn einer unbekannten Reise

Es sind nun einige Wochen vergangen seit meinem letzten Eintrag, es ist nicht viel passiert und Genthin ist aus den Medien von anderen Entwicklungen verdrängt worden.

Sicher diese, wie die Krise in der Automobilbranche, betreffen mengenmäßig größere Mengen an Menschen (sowohl in diesen Firmen als auch den sie beliefernden Zuliefern und Lieferanten).

Die Schließung eines Werks (wie auch bei CSG Solar vor Weihnachten geschehen) bewegt immer und zuerst die Betroffenen. Fragen tauchen auf, wie:

"Wie bezahle ich künftig meine Wohnung, Auto und alles andere?"

"Wie verkraftet es meine Familie?"

"Umzug an anderen Standort, wenn wir doch hier nun heimisch geworden sind?"

"Welche Chance habe ich, einen von den "Nachfolge-"Arbeitsplätzen zu erhalten und für wie lange?"

FRAGEN, DIE SICH JEDER VON UNS STELLT (auch ich habe sie bereits in dieser Art zweimal in diesem Leben gestellt! Einfach ist es nicht und was man nicht so schnell vergisst ist der Schock, der einen erst mal trifft.)

Es sind noch fast 12 Monate bis Henkel Genthin in der jetzigen Form geschlossen wird. Zeit, die es zu nutzen gilt, neue Wege zu finden, vielleicht sogar welche, die es so noch gar nicht auf der Welt gibt.

Was könnte das sein?

Chemie wird immer wichtiger werden, und somit auch Chemie-Ingenieure. Diese sind das Herz einer jeden Chemie-Produktion oder -Entwicklungseinheit.

Was ist vorstellbar, außer weiterhin ins Werk zu gehen oder künftig eben nicht mehr?

Wie kann die eigene Kreativität in der Region, zu der man sich verbunden fühlt (für mich ist es Dresden und so hat es mich -als Wossi;-))- nach reichlich fünf Jahren wieder zurückgezogen), in der seit Jahrzehnten Kreativität wirtschaftlich (infolge der Mangelwirtschaft zu DDR-Zeiten) erfolgreich umgesetzt wurde (und auch wieder werden könnte:-)).

Wie ließe sich der erste Schritt machen? Gemeinsam Dinge bewegen? 

Genthin - wo Kreativ-Chemie lebt:-))

Grüße aus Dresden (wo es mit Qimonda fast 3.000 Mitarbeitern ähnlich wie Euch geht)

Ralf



Dienstag, 18. November 2008

Was ein Orchester in New Orleans kann

...warum nicht auch in Genthin (mit orchestrierenden Chemikern und Fachleuten, die ihr Handwerk verstehen!) was Louisiana Philharmonic Orchestra in der Not unternommen hat.

Bill Harris, ein Freund aus Seattle war so freundlich, diese mir zu schicken nachdem ich auf Twitter gepostet hatte.

Es ist nur eine positive Geschichte und deren gibt es viele: GENTHIN kommt:-)

Genthiner Chemie-Visionäre gesucht

Super ausgebildetes Personal, verbunden mit der Region - all das verlässt Henkel nächstes Jahr.

Was fehlt sind Perspektiven. Sicher da haben Investoren vorgesprochen. Was kommt mir in den Sinn, wenn ich "Investor" höre? Meist nichts Gutes oder nur auf reinen und schnellen Profit ausgerichtet - ohne Rücksicht auf die Menschen, die diesen erst ermöglichen!

....und da kommt -still und leise- eine der vielen Chancen, die sich weltweite Vernetzung ergeben. Henkel hat durch diese Vernetzung nach Rückzug gewonnen. Ist es da nicht recht und billig, dass Genthin durch deutschland- und weltweite Vernetzung gewinnt?

Ich glaube schon, denn die Menschen rund um Genthin sind ihrer Region verbunden, es ist einfach wunderbar dort (ich selbst habe es auch erlebt, als ich im Juli persönlich auf einen Besuch vorbei kam:-)).

Sächsische Patente suchen Anwender und Umsetzer!

Wo finden sich denn nun die Fachleute und Visionäre, die diese zu zukunftsträchtigen Produkten entwickeln? Sachsen und Sachsen-Anhalt gehören (vom Namen zumindest) ein wenig dichter zusammen, als Düsseldorf und Genthin - da ist sicherlich was möglich, vor allem wenn man die "gleiche Sprache" spricht.

Dieser Blog ist die Plattform, gemeinsames Wissen und Erfahrung in neue Produkte und Leistungen zu wandeln, die die Welt noch nicht gesehen hat.

Wer ist dabei?


Dienstag, 7. Oktober 2008

Das Gute aus der Krise

Was kann ich -persönlich- in der Region aus der bevorstehenden und unausweichlichen Krise lernen?

Wie kann die Region dadurch gewinnen?

Montag, 6. Oktober 2008

Nachhaltigkeitsbericht Henkel 2006

Beim Aufräumen fiel mir der bei meinem Besuch in Genthin im Juli diesen Jahres mitgebrachte Nachhaltigkeitsbericht 2006 von Henkel in die Hände.

Nachhaltigkeit, was genau heißt das eigentlich?

Sind es Anzahl der Arbeitsunfälle, Schwermetalle, Abfälle, Energie, Schwefeldioxid, Kohlendioxid, Abwasserbelastung, Wasser, flüchtige organische Verbindungen, wie auf der ersten Seite des Berichts genannt?

Der damalige Vorsitzende der Geschäftsleitung, Prof. Dr. Ulrich Lehner, sprach von "...Eine nachhaltige Entwicklung ist somit eine globale Herausforderung. Gleichzeitig kann sie aber kann sie nur erreicht werden, wenn jeder Einzelne auf lokaler Ebene nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich handelt....".

Nachhaltigkeit bedeutet immer auch eine nachhaltig positive regionale Wirtschaftsentwicklung mit allen entsprechenden Effekten auf Gesellschaft, Ökologie, Verkehr. 

Was können wir gemeinsam in der Region in der wir leben und arbeiten tun, den Wandel generieren, den wir sehen möchten?

Positive gestimmte Grüße

Ralf Lippold

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Innovative Clustering - Chemie kann mehr:-)

Im Businessnetzwerk XING bahnt sich eine interessante Diskussion zu Innovative Clustering an.

Unternehmerischer Geist

Der "Innovations-Geist" der untergegangenen DDR erwachte gestern -während eines Gründungsseminars, das ich in Dresden besuchte- und ich war überwältigt.

Anfangen von einer "normalen" Idee einer Teilnehmerin, nämlich einer T-Shirt-Bedruckung, entsponnen sich (nachdem der Gesprächsrahmen durch kleinere Interventionen meinerseits geöffnet war) im Dialog weiterführende Ideen, wie diese Idee gemeinsam mit dem Projekt eines weiteren Teilnehmers (Schaubrennerei!) verbunden werden könnte.

Es war faszinierend, wie in den Augen der älteren Dame "Funken aufflammten" und innovative Vorschläge genannt wurden (einer besser als der andere), die zeigten, zu was ein reger Geist mit DDR-Erfahrung imstande ist:-)

Vier Stunden Seminar reichten nicht aus und stellten nur die Spitze dessen dar, was die 15 Teilnehmer gemeinsam erreichen könnten, sollten Sie sich vernetzen und gemeinsam Projekte umsetzen:-)

Was würde passieren, wenn wir gemeinsam die Innovations-Geister von Genthin rufen und gemeinsam die "Neue Zeit" kreieren?