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Freitag, 26. September 2008

Open Innovation - Beginn eines Neuanfangs?

Gerade gedanklich zurück von einer Konferenz mit dem Thema "Logistik Innovationen 2008" in Ludwigsfelde und da stellt sich mir die Frage:

Hätte diese Konferenz nicht auch in Genthin bereits im Frühjahr stattfinden können?

Grund für die beabsichtigte Schließung sind ja immer noch die Logistikkosten (Wer kennt diese und wie werden nach der Verlagerung gerechnet?) und nicht die internen Prozesskosten, denn diese wurden von Kaizen Institute und dem CETPM auf den besten Stand gebracht und können sich sehen lassen:-))

Lösungen, die sich sicherlich innovativ und mit neuen Ideen für die Zukunft entwickeln lassen, denn noch ist Zeit und die Uhr läuft erst am 31.12.2009 ab (bis dahin wird noch eine Menge Wasser den Elbe-Havel-Kanal hinunterfließen).

Warum nicht Hochschulen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen, Thüringen - kurz gesagt aus den Neuen Bundesländern integrieren und gemeinsam mit allen in irgendeiner Weise Betroffenen (auch ich bin ein Betroffener, denn SPEE kommt für mich aus GENTHIN und nicht aus Düsseldorf - und so sollte es bleiben.

Warum nicht die Markenrechte von Henkel kaufen und ein innovatives Waschmittel-Entwicklungszentrum im Herzen des Jerichower Land aufbauen (gute Wurzeln und Boden sind vorhanden!)?

Was möchte eigentlich der Kunde, der bisher SPEE gekauft hat? Hat er neue Wünsche an SPEE? Was ließe sich noch so mit Waschmitteln und alles was dranhängt vermarkten?

......Open Innovation könnte das Stichwort lauten.

Samstag, 9. August 2008

Ein Ort verliert (vielleicht) seine Identität

Kurz vor Beginn der Großen Ferien in Sachsen-Anhalt, Anfang Juli 2008, kam die Nachricht aus der Henkel Konzernzentrale, dass die Waschmittelproduktion in Genthin mit Ablauf des Jahres 2009 beendet sein wird.

Grund ist -wie so oft zunächst- ein Sanierungsprogramm, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Hierzu baut der Konzern ca. 1.000 Mitarbeiter weltweit ab, ca. 250 Festangestellte sind im Werk Genthin davon betroffen (zusätzlich werden von der Schließung ca. ebensoviele Zeitarbeitskräfte betroffen sein).

Dies sind zunächst die bekannten Fakten, die vor einem Monat an die Presse und die Mitarbeiter gelangten.

Wie jede Kündigung, auch wenn sie zeitlich noch in reichlicher Ferne liegt, ist dies ein Schlag in das persönliche Selbstwertgefühl der Betroffenen.

Denn in den vergangenen Jahren war man mit Unterstützung des Kaizen Instituts und des CETPM (Center of Excellence for Total Productive Maintenance) der FH Ansbach auf einem durchaus erfolgreichen Weg, insbesondere was die Kostenreduzierung der vorhandenen Produktionsabläufe angeht.

Welche Alternativen zur Schließung bieten sich?

Was sind die Effekte der einzelnen Alternativen auf die Entwicklung der regionalen Wirtschaft in und um Genthin?

Fragen, die sich JEDER stellen sollte -auch wenn er nicht gleich die Antwort parat hat.