Mittwoch, 1. Oktober 2008

Unternehmerischer Geist

Der "Innovations-Geist" der untergegangenen DDR erwachte gestern -während eines Gründungsseminars, das ich in Dresden besuchte- und ich war überwältigt.

Anfangen von einer "normalen" Idee einer Teilnehmerin, nämlich einer T-Shirt-Bedruckung, entsponnen sich (nachdem der Gesprächsrahmen durch kleinere Interventionen meinerseits geöffnet war) im Dialog weiterführende Ideen, wie diese Idee gemeinsam mit dem Projekt eines weiteren Teilnehmers (Schaubrennerei!) verbunden werden könnte.

Es war faszinierend, wie in den Augen der älteren Dame "Funken aufflammten" und innovative Vorschläge genannt wurden (einer besser als der andere), die zeigten, zu was ein reger Geist mit DDR-Erfahrung imstande ist:-)

Vier Stunden Seminar reichten nicht aus und stellten nur die Spitze dessen dar, was die 15 Teilnehmer gemeinsam erreichen könnten, sollten Sie sich vernetzen und gemeinsam Projekte umsetzen:-)

Was würde passieren, wenn wir gemeinsam die Innovations-Geister von Genthin rufen und gemeinsam die "Neue Zeit" kreieren?



Freitag, 26. September 2008

Open Innovation - Beginn eines Neuanfangs?

Gerade gedanklich zurück von einer Konferenz mit dem Thema "Logistik Innovationen 2008" in Ludwigsfelde und da stellt sich mir die Frage:

Hätte diese Konferenz nicht auch in Genthin bereits im Frühjahr stattfinden können?

Grund für die beabsichtigte Schließung sind ja immer noch die Logistikkosten (Wer kennt diese und wie werden nach der Verlagerung gerechnet?) und nicht die internen Prozesskosten, denn diese wurden von Kaizen Institute und dem CETPM auf den besten Stand gebracht und können sich sehen lassen:-))

Lösungen, die sich sicherlich innovativ und mit neuen Ideen für die Zukunft entwickeln lassen, denn noch ist Zeit und die Uhr läuft erst am 31.12.2009 ab (bis dahin wird noch eine Menge Wasser den Elbe-Havel-Kanal hinunterfließen).

Warum nicht Hochschulen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen, Thüringen - kurz gesagt aus den Neuen Bundesländern integrieren und gemeinsam mit allen in irgendeiner Weise Betroffenen (auch ich bin ein Betroffener, denn SPEE kommt für mich aus GENTHIN und nicht aus Düsseldorf - und so sollte es bleiben.

Warum nicht die Markenrechte von Henkel kaufen und ein innovatives Waschmittel-Entwicklungszentrum im Herzen des Jerichower Land aufbauen (gute Wurzeln und Boden sind vorhanden!)?

Was möchte eigentlich der Kunde, der bisher SPEE gekauft hat? Hat er neue Wünsche an SPEE? Was ließe sich noch so mit Waschmitteln und alles was dranhängt vermarkten?

......Open Innovation könnte das Stichwort lauten.

Freitag, 19. September 2008

Neue Chance für "alte" Arbeit?

Ähnliche Beispiele auch in den USA.

Zur Überraschung zieht der Ort, der 1990 von dem Glashersteller aufgegeben wurde, nun durch seine Arbeitsstruktur neue Arbeitsplätzte (Fabrik) an, die zunächst in dieser Art nicht gewünscht ist, da sie nicht mit dem "sauberen" Image der Stadt in Einklang ist.

Was würden Sie dem Bürgermeister raten?

Montag, 15. September 2008

Die neue, unbekannte Chance - im Nebel verborgen;-)

Ein eigenartiges Gefühl durchdringt mich, während ich diese Zeilen schreibe: "Lohnt sich der Aufwand? Was habe ich davon, dass ich Zeit zum Recherchieren verbringen und meine Gedanken hier niederschreibe, die weniger mir nützen (wenn man es ausschließlich monetär sehen würde) als mehr der Region rund um Genthin? Will das überhaupt jemand hören?"

Auch vor fast zwanzig Jahren haben einige Mutige die Zukunft in die Hand genommen und so entstanden irgendwann die Montagsdemonstrationen und dann die Abdankung des "alten Regimes".

Wussten diejenigen, die die ersten Schritte machten eigentlich, was aus ihren kleinen Anfängen entstehen würden?

Stehen wir an einer ähnlichen Stelle, während alles um uns herum immer schlimmer zu werden scheint (Bankenkrise in den USA, Ölpreis schnellt in die Höhe, Klimakrise, Transportlogistikkosten, etc.), und können noch nicht erkennen, wo es hingehen kann?

Welche Chancen stehen den Risiken gegenüber, wenn wir heute agieren?

Es wird -je länger wir nachdenken- immer mehr Fragen geben als wir gestern noch hatten. Ist es gut, ist es schlecht, ich weiß es nicht!

Eine gedankenreiche Woche wünscht

Ralf Lippold

Samstag, 13. September 2008

Französiches Militärgelände in Freiburg als Phönix aus der Asche

Guten Morgen,

gestern auf der World Café Veranstaltung von Genius-Hellerau erwähnte eine Teilnehmerin das Projekt in Freiburg-Vauban, wo seit 1992  ein ehemaliges Gelände der französischen Armee als "neuer" Stadtteil kreiert wird.

Spannend klang es und irgendwie ein bisschen wie ein Wunder.

Die russische Armee verlässt nicht Genthin, sondern Henkel hat dies vor.

....was lässt sich damit anfangen? Ein neuer Anfang?

Einen schönen Samstag wünscht 

Ralf Lippold


Donnerstag, 11. September 2008

Neuigkeiten aus Genthin

dpa meldet am 11.09.2008 das Untenstehende und wer den Text genau liest wird merken, dass es eine Differenz zur momentanen Beschäftigtenzahl von 240 (festen Arbeitsplätzen), ca. 250 Zeitarbeitskräften und weiteren Arbeitsplätzen nach-/vorgelagerter Zulieferer/Serviceunternehmen gibt.

Wie neue Arbeitsplätze kreieren? Gibt es Ideen? Wie könnte man diese Ideen in die Tat umsetzen (vielleicht auch mit anfänglicher staatlicher Unterstützung, aktivem Netzwerken mit Gemeinden, die ein ähnliches Schicksal in der Vergangenheit in anderen Teilen Deutschlands und Europas durchgemacht haben).

Gedanken, die mir durch den Kopf rasen, obwohl ich nicht in Genthin bin und nicht betroffen sein werde, denn ich bin es schon - kreiere meinen künftigen Job zur Zeit neu und befinde mich in der Übergangsphase von angestellt sein zu neuer Tätigkeit (man könnte es auch arbeitslos nennen).

Einen schönen Abend wünscht ein nachdenklicher 

Ralf Lippold

Henkel-Betriebsrat will Waschmittelproduktion in Genthin erhalten

Genthin. Der Betriebsrat des von Schließung bedrohten Henkel-Waschmittelwerks in Genthin hat gemeinsam mit Fachleuten ein Konzept zum Erhalt des Standorts erarbeitet. Das Konzept sehe die Weiterführung der Waschmittelproduktion in Genthin unter dem Konzerndach sowie den Verkauf der anderen Werksbereiche vor, sagte der Vorsitzende des Betriebsrats, Fritz Franke, am Donnerstag in Genthin. Basis sei ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers. Anfang kommender Woche solle das Konzept mit dem Vorstand in Düsseldorf besprochen werden. Zur Frage, wie viele der 240 Arbeitsplätze nach dem Vorschlag erhalten werden könnten, äußerte sich Franke nicht.

Henkel hatte am 7. Juli für 2009 die Schließung des Werks für Flüssigwaschmittel angekündigt und als Grund zu hohe Transportkosten genannt. Trotz der geplanten Produktionsverlagerung nach Düsseldorf sagte der Konzern weiteres Engagement am Traditionsstandort Genthin zu. Er will Abnahmegarantien für einen externen Logistikdienstleister mit 100 Beschäftigten und für eine noch auszugliedernde Firma für Zulieferprodukte mit 50 Mitarbeitern geben. Am Freitag debattiert der Landtag in Magdeburg über das Thema.

Erst vor kurzem hatte Henkel-Konzernchef Kasper Rorsted erklärt, die Entscheidung zur Schließung des Standorts Genthin sei "nicht verhandelbar". Bundesweit will Henkel im Rahmen eines umfangreichen Sparprogramms bis 2011 rund 1000 Arbeitsplätze streichen.

dpa

Mittwoch, 10. September 2008

It All Starts With A Sense of Urgency

Dieser Post wird in Englisch sein, denn nur in Originalsprache vermag er das auszudrücken was in ihm steckt:

It All Starts With A Sense of Urgency
John P. Kotter


"In a turbulent era, when new competitors or political problems might emerge at any time, when technology is changing everything, both the business-as-usual behavior associated with complacency and the running-in-circles behavior associated with a false sense of urgency are increasingly dangerous. 

In bold contrast, a true sense of urgency is becoming immeasurably important. Real urgency is an essential asset that must be created, and re-created, and it can be." 

Henkels Entscheidung ist eine Chance, die es nutzen gilt - noch sind fast 16 Monate Zeit.

Von einem, der sich gegenwärtig in der selben Lage befindet, wie sich manche zum 01.01.2010 befinden könnten (wenn alles so kommt, wie momentan befürchtet)